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Radwege kurzfristig ausbessern!

14.08.2019

Von Friedhelm Caspari

Nach rund einem Monat und damit relativ rasch antwortete Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Buchholz auf die Resolution der Gemeindevertretung Husby, die Radwege an den Landesstraßen 21 (Husby-Flensburg) und 268 (Husby-Munkbrarup) baldmöglichst zu sanieren. Diese stellten für die Nutzer eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Zudem verhinderten Löcher und viele Baumwurzel-Schwellen im Radweg das klimafreundliche Umsteigen vom Auto aufs Fahrrad, hieß es in der Resolution der Gemeinde.

Der Minister wies in seinem Antwortschreiben Anfang Juli darauf hin, dass die Landesplanung nicht von ihrem Konzept abweichen könne. Danach sei die Sanierung von Radwegen in der Regel mit dem Ausbau der jeweiligen Straße verbunden. Die L 21 und 268 seien im aktuellen Erhaltungsprogramm bis 2022 jedoch nicht enthalten. Ob im Rahmen des laufenden BYPAD-Verfahrens (Bicycle Police Audit = Überprüfung der Fahrradförderung) in Schleswig-Holstein ein separates Radwege-Sanierungsprogramm beschlossen werde, „wird sich gegen Ende des Jahres zeigen“, so Bernd Buchholz.

„Wir wollen die Fahrrad-Nutzung deutlich attraktiver machen“, betonte der stellvertretende Bürgermeister Burkhard Gerling in der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Deshalb hat das Gremium unter Federführung von Wulf Boie erneut ein Schreiben an den Verkehrsminister gerichtet. Darin wird auf das Konzept des Landesweiten Radverkehrsnetzes (LRVN) hingewiesen, wonach - wie es der Minister selbst herausgestellt hatte – eine Dringlichkeitsstufung über den Bau und die Sanierung von Radwegen erfolge.

Wulf Boie hob in dem erneuten Appell hervor, dass die ausschlaggebenden Kriterien zumindest auf den Radweg L 21 zuträfen. Dieser sei im LRVN seit 2008 als „Alltags- sowie Schulwunschlinie 1. Ordnung“ und als „Freizeitwunschlinie 2. Ordnung“ ausgewiesen. Deshalb sei die grundlegende Sanierung dringend geboten. Zumindest sollten die besonders schadhaften Stellen – wie im Bereich Maasbüll-Neukrug - unverzüglich ausgebessert werden.

Die Kommunalvertreter Husbys sind überzeugt, dass erheblich mehr Bürger auf elektrische oder konventionelle Fahrräder umsteigen, wenn die Hindernisse beseitigt würden. Auch andere Radwege im Umfeld der Gemeinde seien in einem miserablen Zustand und dringend grundlegend zu sanieren. Wären die Radwege in Ordnung, so würden von diesen noch mehr Menschen Gebrauch machen und zum Klimaschutz beitragen, so die Gemeindevertretung. Zudem sei Husby aufgrund der Versorgungsfunktion und des Bahnhaltepunkts ein wichtiger „Ankerort“. Viele Menschen aus den Ortsteilen und anderen Gemeinden pendelten mit Rädern zur Bahn mit der geplanten „Bike+Ride“-Anlage, um Richtung Kiel und Flensburg zu fahren.

 

Foto: Gefahrenschilder ersetzen nicht die notwendige Radwege-Sanierung

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