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Bürgerbrief der Gemeinde Hürup zum Zusammenschluss der Gemeinden Hürup, Maasbüll, Tastrup und zur Abwassersituation

Amt Hürup

Hürup, den 06.12.2021

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde Hürup,

 

im Jahr 2021 haben 2 wichtige Themen die Gemeindevertretung intensiv beschäftigt – zum einen die Abwassersituation in unserer Gemeinde und zum anderen die Fusion mit den Gemeinden Tastrup und Maasbüll. Unter normalen Umständen nutzen wir eine Einwohnerversammlung, um Sie über solch wichtige Themen zu informieren. Aufgrund der sich weiter anspannenden Corona-Situation haben wir die für den Dezember 2021 vorgesehene Einwohnerversammlung zunächst verschoben. Die Gemeindevertretung hat deshalb entschieden, Sie mit diesem Informationsbrief über den aktuellen Sachstand zu unterrichten. Gleichzeitig werde Informationen in digitaler Form (Kurzfilm, Präsentation) zum Thema Abwasser und Fusion bereitgestellt

 

Abwasser

 

Unser Abwasser wird zurzeit durch ein Mischwassersystem in die Teichkläranlagen geleitet. Leider sind diese Teichkläranlagen bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenze und geforderte Filterfunktion angelangt und erfüllen damit nicht mehr die wasser- und umweltrechtlichen Anforderungen. Ein weiterer Betrieb der bestehenden Klärteiche wird deshalb nicht mehr genehmigt und nicht länger von der Aufsichtsbehörde geduldet. Die Gemeinde ist daher gezwungen, umgehend und umfassend zu handeln.

 

Das macht nun erforderlich, dass wir eine Trennung von Schmutz- und Regenwasser vornehmen müssen, damit die Entsorgung zukünftig rechtssicher und nachhaltig über eine technische Kläranlage erfolgen kann.

Für die Gemeinde Hürup bedeutet das, dass damit in vielen Bereichen der vorhandene Mischwasserkanal durch die Verlegung eines weiteren Kanals zu einem Trennsystem ergänzt werden muss. Diese Veränderungen bedeuten einen erheblichen Aufwand an teuren Tiefbauarbeiten. Der erste Bauabschnitt wurde für jeden ersichtlich bereits in der Hauptstraße und der Meiereistraße umgesetzt.

 

Nach einer Gegenüberstellung der Kosten von verschiedenen Möglichkeiten der zukünftigen, nachhaltigen und umweltgerechten Entsorgung des Schmutzwassers hat die Gemeinde-vertretung entschieden, die erforderliche technische Kläranlage zusammen mit den Gemeinden Freienwill und Großsolt am bereits vorhandenen Standort in Freienwill zu betreiben. Die Gesamtkosten für unsere Gemeinde werden dadurch deutlich reduziert und Kosten für zukünftige Erweiterungen können aufgeteilt werden.

 

Für die erforderlichen Baumaßnahmen entstehen Kosten von voraussichtlich über

8 Millionen Euro, die wir über Kredite und leider ohne Zuschüsse finanzieren müssen.

Diese sind zu einem erheblichen Teil über die Gebühr zu refinanzieren, d.h. die Gemeinde muss diese Kosten auf die Begünstigten der Abwasserbeseitigung umlegen. In diesem Zusammenhang rechnen wir mit einer Vervielfachung der aktuellen Abwassergebühr. Eine einmalige Beitragszahlung ähnlich wie bei Straßenausbaubeiträgen wird für Bestands-eigentümer aber nicht erhoben.

 

Eventuell erforderliche Maßnahmen auf Ihrem privaten Grundstück kann die Gemeinde allerdings nicht übernehmen. Das zuständige Ingenieurbüro wird aber während der Bauphase in Ihrer Straße auf Sie zukommen und mit Ihnen zusammen eine Lösung erarbeiten.

 

 

Eine weitere wesentliche Veränderung ist der neue Abrechnungsschlüssel in einer neu zu erstellenden Abwassersatzung. Unsere bisher angewendete Abwasserpauschale pro Person stellt keinen fairen und vor allem keinen gerichtsbeständigen Abrechnungsschlüssel dar.

Das bedeutet auch, dass eine Nachrüstung für jeden Haushalt mit einer Wasseruhr zur Notwendigkeit wird, damit die verbrauchte Wassermenge als Berechnungsgrundlage für die Abwassergebühr herangezogen werden kann. Die Installation der Wasseruhren erfolgt auf Kosten der Gemeinde.

 

Abschließend möchten wir die wichtigsten Eckdaten noch einmal kurz zusammenfassen:

1) Eine Umrüstung unseres Abwassersystems ist aus wasser- und umweltrechtlichen

    Anforderungen nicht mehr zu umgehen.

2) Nach sorgfältiger Abwägung aller Kostenpunkte belaufen sich die Gesamtkosten auf über

    8 Millionen Euro. Dadurch entsteht für uns alle eine erhöhte Schmutzwassergebühr.

3) Eine unter Umständen notwendige Trennung von Regen- und Schmutzwasser auf dem

    Grundstück muss durch den Eigentümer durchgeführt werden, da wir als Gemeinde auf

    privatem Grund nicht tätig werden dürfen.

 4) Es werden keine Anschlussbeiträge (ähnlich wie Straßenausbaubeiträge) für

     Bestandseigentümer erhoben.

 5) Die Installation von Wasseruhren wird auf Kosten der Gemeinde erfolgen.

 

Auf der Homepage der Gemeinde Hürup können Sie neben dem Abwasserfilm weitergehende Informationen finden.

 

Zusammenschluss der Gemeinden

 

Ein zweites wichtiges Thema beschäftigt die Gemeindevertretung ganz aktuell. Die Gemeinden Tastrup, Maasbüll und Hürup wollen zu der neuen Gemeinde Hürup verschmelzen. Die Gemeindevertretungen haben entsprechende Beschlüsse gefasst.

Ein wichtiger Grund ist die ohnehin schon jahrelang praktizierte und gute, harmonische Zusammenarbeit der drei Gemeinden. Sie stellt eine hervorragende Grundlage für einen Zusammenschluss dar. Mit dem Zusammenschluss sollen insbesondere die Folgen des

demographischen Wandels und des gesellschaftlichen Verhaltens in Bezug zum Ehrenamt abgefedert werden.

Auch wird eine wesentliche Verbesserung für die Durchführung von Projekten zur Steigerung der Attraktivität der neuen Gemeinde durch Bündelung der Kräfte und Finanzmittel erwartet.

Durch die neue Größe von mehr als 2300 Einwohnern wird das politische Gewicht und die Außenwirkung der bisherigen Gemeinden erheblich gestärkt.

Für Sie als Bürgerinnen und Bürger wird es zu keinen finanziellen Veränderungen kommen, allerdings sind einige Anschriftenänderungen auf Personalausweisen, Reisepässen oder Fahrzeugscheinen durch Sie zu veranlassen. Die entstehenden Kosten werden von der neuen Gemeinde übernommen.

 

Weitere Gründe und Auswirkungen finden Sie in einer Präsentation ebenfalls auf der Internetseite der Amtsverwaltung Hürup.

 

Für das bevorstehende Weihnachtsfest wünschen wir Ihnen, dass Sie es - trotz Corona -  zusammen mit der Familie und Freunden feiern können. Für das Jahr 2022 alles Gute, vor allen Dingen Gesundheit und dass viele Ihrer Wünsche erfüllt werden.

 

 

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

 

 

 

Jan- Nils Klindt

 

Ralf Schmidt  

 

Jörg Hauenstein

(Bürgermeister)

 

(1. Stellv. Bürgermeister)

 

(Vorsitzender

Finanzausschuss)

 

 

 

 

 

 

Kontakt Amt Hürup

Amt Hürup

Schulstr. 1
24975 Hürup

 

 Telefon (04634) 880
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